Dienstag, 12. Dezember 2017

Zeit

Desto Älter man wird desto weniger Zeit hat man... das ist das Leben, aber es fühlt sich auch so an. Von den schier endlosen Nachmittagen während Kindergarten & Grundschule und den teils doppelt belegten Nachmittagen bei weiterführenden Schulen. In der Ausbildung wird einem schon klar das man fast nur noch Abende und Wochenende hat.

Genauso ist es mit dem Kinder kriegen, man sucht "den Richtigen" hat ihn mit Glück gefunden (auch wenn es länger als gehofft gedauert hat), versucht es, Fehlversuche am laufenden Band, man hat ja noch soooo viel Zeit... man soll sich ja Zeit lassen, nicht so anspannen, nicht stressen...

Und dann? Dann ist man 38. die Böse 40 steht fast direkt vor der Tür, der Partner ist über 40 und schon ist Auslandsadoption kaum noch möglich, zumindest keine Babys mehr. Leute nehmen hin das man keine Kinder hat "und wohl keine will".

Der eigene Frust ist übergroß, man ist Hilflos und fragt sich wo die Zeit hin ist in der man noch welche hatte?

Wenn man noch nicht mal das Gefühl hat die Zeit zu haben den Blog zu führen um sich den Dreck von der Seele zu schreiben.

Was bleibt noch wenn man keine Kinder hat? Wenn man kein Trapsen von kleinen Füßen und kein Aufwachsen sehen hat? Was wenn man nicht mit Erfolgen und Misserfolgen mitfiebert, auf Enkel hofft und das Glück hat ohne die Sorge was irgendwann mit einem sein wird alt zu werden?


Was wenn inzwischen das was man sich wünscht, Kinder, Lachen und all das was einem in der Richtung Freude bereitet hat inzwischen mehr weh tut. Was wenn der Schmerz inzwischen größer ist als die Freude. Der Wunsch Kinder zu haben unter einer roten, entzündeten, verwuchernden Narbe brennt und schmerzt.